Wie sie kommt, an sich reißt, mitnimmt, verändert und dann
doch wieder geht, manchmal zu schnell, manchmal zu langsam, und immer etwas
anders ist, als vorher. Wie sie ganz plötzlich auf uns zugeflogen kommt und
sticht, ins Herz, unsere Köpfe einmal durchleuchtet, sich entscheidet, alles
durcheinanderzubringen - alle Gedanken, Ideen, und Gewohnheiten umwirft, das
Leben verändert und den Fokus auf das Neue lenkt. – Aber woher hat sie dieses
Recht, ist ihre Wirkung immer gleich oder von Mensch zu Mensch und Zeit zu Zeit
verschieden? Was macht sie mit uns, wieso kann sie das und kann man sich
dagegen wehren? Ich sage ja immer, Gefühle sind so, wie sie sind und man muss
versuchen, bestmöglich damit umzugehen, weil sie schlichtweg einfach nicht veränderbar
sind. Aber ist das wirklich so? Können wir nicht einfach über Gefühle
hinwegsehen, sie ignorieren und unser Leben ohne jegliche Veränderung
weiterleben – ohne, dass sich irgendetwas psychisch geändert hat? Muss es (er) –
Amor, wie ihn mancher nennt – immer plötzlich kommen, oder schleicht es sich
manchmal auch an, bleibt eine Weile unbemerkt und springt erst nach geraumer
Zeit aus seinem Versteck? Wieso schaut er manchmal vorbei, wenn wir es
überhaupt nicht gebrauchen können und bleibt manchmal dann fern, wenn wir uns
ihn herbeisehnen? Wieso haben wir keinerlei Einfluss darauf, was mit uns
passiert, wenn er trifft, der Pfeil – oder haben doch welchen? Und wie lange
bleiben diese Gefühle eigentlich? Heißt es nur, es würde vergehen, oder ist das
wirklich so, ob wir es nun wünschen oder nicht – was ist, wenn wir möchten,
dass es auf ewig so bleibt, ist das möglich oder verfliegt es doch immer wieder
nach einiger Zeit, sodass uns nur der
Placebo bleibt? Gibt es bei diesen Feuern, die entflammen, überhaupt
irgendwelche Regeln, Vorschriften oder ist alles frei Schnauze?
In diesem Sinne hoffe ich, ihr genießt den Sonntag bei einer netten Tasse Tee und dem, was euch sonst so erfreut.
In diesem Sinne hoffe ich, ihr genießt den Sonntag bei einer netten Tasse Tee und dem, was euch sonst so erfreut.
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